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Einmachzeit

Die Früchte des Spätsommers – es geht ans Eingemachte

In Hülle und Fülle beschenkt uns der Spätsommer mit Obst und Beeren: Egal ob aus dem eigenen Garten oder wild gewachsen. Ein Stückchen Sommer sollten Sie sich in Gläsern konservieren um an kalten Wintertagen Sonnenschein zu schmecken. Einmachen ist die Devise. Wir haben ein paar Tipps für eingemachte Genüsse.

Zwetschgen, Äpfel, Preiselbeer oder Hagebutten. Bis in den Herbst hinein können wir uns die gesündesten Früchte holen und genießen. Nach so einem reichen Obstsommer wie in diesem Jahr kann vieles nicht sofort genascht werden. Es geht ans Einmachen.

Marmelade – Der Klassiker

Der Klassiker um die süße Seite des Lebens in Gläser zu packen ist eine Marmelade einkochen. Dazu wird, um die Früchte lange haltbar zu machen, Zucker verwendet. Die wohl einfachste Möglichkeit ist sich Gelierzucker zu besorgen. Da ist schon alles an Geliermittel und Zitronensäure drinnen, was es für eine Frühstücksmarmelade benötigt. Oft wird aber auch mit Zucker und Pektin, dem natürlichen Geliermittel der Früchte, gearbeitet. Mit oder ohne Stückchen ist dann eine individuelle Frage denn wer keine Früchtchen am Brot mag kocht die Früchte auf, passiert alles und kocht die Flüssigkeit dann mit Gelierzucker zu einem Fruchtgelee. Versuchen Sie doch auch einmal spannende Kombinationen wie Zwetschge-Vanille oder holen sie sich alte Sorten wie die Mirabelle aufs Brot.

Fruchtmus - Einkochen ohne Zucker

Der Trend geht immer mehr zu natürlichem Haltbarmachen ohne Zucker hin. Bedeutet, dass man sich für das Konservieren die Eigenschaften des im Obst enthaltenen Fruchtzuckers zu Nutze macht. Das ist auch eine der ältesten Arten des Haltbarmachens, die aber Zeit benötigt. Das beste Beispiel ist die Powidlmarmelade die traditionell mit Zwetschgen gemacht wird. Dazu werden die Früchte entkernt, gibt sie in einen Topf und kocht diese stundenlang zu einem dicken Mus. Wichtig ist aber das stetige Rühren, damit die Masse nicht anbrennt. Erst wenn die Powidl nicht mehr vom Löffel tropft ist alles fertig.

Florissa Tipp:

Am besten Sie verwenden sehr reifes Obst für diese Einmachart damit ein herrlich süßer Brotaufstrich daraus wird.

Sirup einkochen – Genuss im Trinkglas

Kinder lieben Fruchtsirup und bei Erwachsenen kann schon mal ein Schuss im Prosecco-Glas als i-Tüpfelchen landen. Vor allem Beeren eignen sich hervorragend dafür. Ein wildes Früchtchen, dass auch noch richtig gesund ist, ist zum Beispiel die Holunderbeere. Schwarz und saftig hängt diese an den Dolden des Strauches aber Achtung: Bitte nicht roh verzerren. Es befinden sich leichte Giftstoffe in den Beeren, die aber beim Erhitzen mit mindestens 80 Grad verschwinden. Schonendes Erhitzen ist wichtig, damit nicht alles von den wertvollen Inhaltsstoffen wie dem Vitamin C verschwindet. Wer einen Saft aus den Holunderbeeren machen möchte, kann zu unserem Fräulein Grün am Blog schauen. Sie verrät, wie aus dem Saft ein Sirup wird und auch welche weiteren Möglichkeiten es in der Erkältungszeit mit der Beere gibt.

Am einfachsten und gesündesten produziert man einen Beerensirup mit einem Dampfentsafter. Da werden durch den heißen Wasserdampf die Früchte entsaftet. Bei einem integrierten Schlauch fließt schlussendlich das heiße Gut heraus. Wer keinen Dampfentsafter besitzt, kocht in einem großen Topf die Beeren auf. Solange, bis sich genügend Flüssigkeit bildet. Dann wird alles durch ein Tuch passiert. Zur übriggebliebenen Flüssigkeit kommt noch Zucker hinzu, alles im Topf erwärmen, damit der Zucker sich löst und schön ist der Sirup fertig. Wenn Sie ohne Zucker arbeiten dann ist der reine Saft nur kurze Zeit haltbar. Aber solche Köstlichkeiten wollen ja sowieso schnell getrunken werden.

Kompott – Der tolle Nachtisch

Wer gerne große Fruchtstücke liebt, der greift zum süßen Kompott. Hier wird Obst wie Birnen, Zwetschgen oder auch Äpfel mit Wasser und Zucker sanft gegart bis es weich ist. Gewürze wie Zimt oder Nelken verfeinern den Geschmack. Das Kompott kann kalt oder warm serviert werden. Es muss aber nicht immer nur als Dessert gereicht werden auch zu Wildgerichten macht sich zum Beispiel ein Birnenkompott sehr gut. Versuchen Sie auch mal die Früchte in Wein weich zu kochen und mit Gewürzen zu verfeinern. Ein kulinarisches Gustostückerl.

Die Florissa Einmach-Tipps

Bevor es nun ans Eingemachte geht, haben wir noch ein paar Vorbereitungstipps für Sie, damit alles schmeckt und lange haltbar ist.

  • Verwenden Sie saubere Früchte und schneiden Sie unschöne Stellen großzügig weg.
  • Sterilisieren Sie Ihre Gläser damit keine Keime und Bakterien ihr wertvolles Gut zum Schimmeln bringen. Entweder mit heißem Wasser ausspülen oder im Backrohr bei 100 Grad 10 Minuten stehen lassen. Vorsicht heiß!
  • Befeuchten Sie ein Geschirrtuch, stellen Sie die sterilen Gläser darauf und füllen Sie erst dann alles ab damit die Gläser nicht zerspringen.
  • Ein Einfülltrichter hilft beim sauberen Arbeiten.
  • Ist alles abgefüllt, verschließen Sie die Gläser gut mit den ebenfalls sterilen Deckeln und stellen sie diese auf den Kopf. So bleibt alles schön lange haltbar.
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