Produkte für biologisches Gärtnern

Bodenverbesserer: Gesteinsmehl, Kalk & Co.

© 994yellow  – stock.adobe.com © 994yellow – stock.adobe.com

Die wichtigsten Tipps für einen gesunden Gartenboden

Im Frühling ist einer der ersten Arbeitsschritte im Garten die Vorbereitung der Beete. So legst du den Grundstein für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Bodenaktivatoren, Gesteinsmehle und Kalk helfen dir dabei auf ganz natürliche Weise, den Gartenboden in Schwung zu bringen. Wie diese Bodenverbesserer wirken und wozu sie eingesetzt werden, erfährst du in diesem Blog.

Warum Bodenverbesserer wichtige Helfer im Garten sein können

kleine helfer im garten
Zu Beginn klären wir eine wichtige Frage: Warum braucht die Natur eigentlich keine Bodenverbesserer? Dies ist einfach erklärt. Der Kreislauf der Natur, wie er zum Beispiel im Wald stattfindet, sorgt von ganz alleine für einen gesunden Boden mit guter Struktur: Durch die ständige, im Lauf der Jahreszeiten stattfindende Zufuhr an organischer Substanz findet kontinuierlich eine natürliche Humusbildung statt.

Ständiger Humusnachschub, wie zum Beispiel in Form von Falllaub, oder absterbenden Pflanzen, und deren Abbau durch Mikroorganismen sorgen dafür, dass der Boden seine natürliche Wasserspeicherfähigkeit, eine griffige Struktur und seinen Nährstoffhaushalt beibehält.

Boden ist nämlich keine tote Materie, sondern enthält eine Vielfalt an Mikroorganismen. Diese brauchen organisches Material zum Leben, und bilden dann wiederum Humus, der den Boden locker und fruchtbar macht. Sie zerlegen die organische Masse in kleinste Teilchen und speichern so wichtige Nährstoffe im Boden. Ein gesunder Boden ist also die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum!

Doch in den meisten Gärten wird der Naturkreislauf unterbrochen, es sind eben keine reinen Naturgärten. Darüber hinaus werden oft ordentliche und „aufgeräumte“ Gärten mit großen Rasenflächen bevorzugt (Monokulturen!).

In kleinen Gärten ist es wiederum oft nicht möglich, genügend diverses Material für einen guten, selbstgemachten Kompost zu sammeln mit dem man den Kreislauf ersetzen könnte. Oder aber es wurde viele Jahre mineralisch gedüngt, bevor der Umstieg auf einen Biogarten erfolgt.

Dadurch kommt es häufig vor, dass dem Boden Humus, Nährstoffe und eine locker griffige Struktur fehlen. Es kann zu Staunässe oder verkrustetem Boden kommen, in dem Pflanzenwurzeln keinen guten Halt finden oder nicht genügend Kraft haben weiter zu wachsen, da sie nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden können.

Auch Düngen hilft hier nicht, da der Dünger nicht im Boden gehalten werden kann, sondern ins Grundwasser durchsickert, bzw. biologische Dünger müssen erst in Nährstoffe umgewandelt werden, was aber auf biologischer Bodenaktivität basiert. Und genau hier kommen Bodenverbesserer zum Einsatz.

kreislauf des bodens

Wie wirken Bodenverbesserer und wie funktioniert die Anwendung?

Bodenverbesserer sind eine natürliche, aber hoch effektive „Vitalkur“ für einen nachhaltig fruchtbaren Boden. Durch den Bodenverbesserer werden im Boden wichtige Mikroorganismen „gezüchtet“, welche neuen Humus bilden und so die Bodenqualität deutlich verbessern.

Bodenverbesserer können präventiv zur Vorbeugung bei gesunden Böden, aber auch akut bei ausgelaugtem Boden, sowie sehr schweren oder sehr leichten Böden (= besonders lehmigen oder sandigen Böden) angewendet werden. Die wichtigsten Funktionen von Bodenverbesserern sind also:

  • Neuansiedelung von Mikroorganismen, die das Bodenleben aktivieren
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Schutz vor Austrocknung
  • Fruchtbarkeit des Bodens wird erhöht
  • Nährstoffe können besser gespeichert und an Pflanzen abgegeben werden
  • Organische Dünger können ihre Wirkung in gesundem Boden besser entfalten
maedchen im garten
In der folgenden Tabelle stellen wir dir drei 100% natürliche Bodenverbesserer im direkten Vergleich vor: Bodenaktivator, Urgesteinsmehl und Kalk.

Überblick: Drei wichtige Bodenverbesserer im Biogarten

 BodenaktivatorUrgesteinsmehlKalk
Wofür geeignet Für alle Garten- und Rasenflächen, auch direkt beim Anpflanzen im Beet. Ideal nach Bodenverdichtungen oder jahrelanger mineralischer Düngung. Für alle Garten-, Balkon- und Topfpflanzen sowie für den Rasen. Gut geeignet auch für Pflanzenjauchen. Für Rasen und alle Gartenflächen.
Was ist drin? Organische Substanzen, Kalk, Algen-Extrakte, Tonmineralien, Mikroorganismen, Pilze, Hefen Fein zermahlenes Vulkangestein (100% aus Österreich!), das wichtige Mineralien enthält, darunter Eisen, Mangan, Bor, Zink und andere Spurenelemente. Angereichert mit bodenverbessernden Milchsäurebakterien. Kalk aus der Trinkwasserentkalkung und somit im Gegensatz zu herkömmlichem Kalk nicht bergmännisch abgebaut. Dies schont die natürlichen Ressourcen und ist komplett CO2 neutral.
Was bringt es? Stimuliert das Bodenleben und die Haarwurzelbildung, verbessert die Bodenstruktur, sorgt für bessere Durchlüftung.
Unterstützt ein optimales, gesundes Wachstum.
Fördert das Pflanzenwachstum und versorgt den Boden mit wichtigen Spurenelementen. So können Mangelerscheinungen an den Pflanzen behoben werden.
Macht Pflanzen widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen.
Erhöht die Speicherfähigkeit von Nährstoffen im Boden.
Vermindert beim Kompostieren Fäulnisgeruch und beschleunigt die Verrottung.
Reguliert den pH-Wert und verhindert die Bodenversauerung: Dadurch können Nährstoffe durch die Pflanzen besser aufgenommen werden.
Erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens.
Enthält bodenbelebende Mikroorganismen.
Unterdrückt Moos.
Wie anwenden? In die obere Bodenschicht (10 – 15 cm) einarbeiten. Bei bewachsenen Flächen aufstreuen, einwässern. Ausbringung mit der Gießkanne oder auf die Erde streuen und 2-3 cm tief in den Boden einarbeiten.
Ganzjährig einsetzbar.
Per Hand oder mit dem Streuwagen ausbringen.
Wichtig: Bodenverbesserer ersetzen nicht den Gartendünger, sondern sorgen dafür, dass der Dünger gut wirken kann und seine Eigenschaften überhaupt zum Einsatz kommen können. Die Grafik zeigt beispielhaft die Entwicklung einer Pflanze im direkten Vergleich: ohne Dünger, mit BioDünger, und beim Einsatz von BioDünger UND Bodenaktivator:
bodenaktivator-wirkung-vergleich

Wann ist der richtige Anwendungszeitpunkt für Bodenverbesserer?

Die Bodenverbesserer können erstmals ab März ausgebracht werden, damit der Boden nach dem Winter aktiviert wird und eine gesunde Basis für Rasen oder andere Pflanzen schaffen kann. Beim Rasen bringst du die Bodenverbesserer am besten aus, wenn der Schnee weggeschmolzen ist und die Rasenfläche abgetrocknet ist.

Danach empfehlen wir, egal ob für den Rasen oder im Beet, eine regelmäßige Anwendung, je nach Bodenbeschaffenheit, bis Oktober. Die Gefahr von Überdosierung ist nicht gegeben. Befindet sich der Boden im guten Zustand, ist eine einmalige Anwendung im zeitigen Frühjahr ausreichend.

Tipp:

Granulierte Bodenverbesserer wie unser Bio-Bodenaktivator oder oder unser Bio Aktiv-Kalk lassen sich besonders leicht ausbringen,da sie nahezu staubfrei sind.

Für die Ausbringung von Urgesteinsmehl empfiehlt sich aufgrund der staubigen Textur ein windstiller Tag oder die Verwendung einer Schutzmaske.

vergleich
Herkömmlicher Kalk (li.) und staubfreier Kalk (re.)

Das Florissa-Team wünscht Dir viel Erfolg beim Aufbau eines gesunden Gartenbodens und viel Spaß beim Garteln!

mama und kinder im garten
Gelesen 3315 mal.