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Graberde und Grabflege

Graberde und Grabflege - Grabgestaltung zu Allerheiligen

grabschmuck
An Allerheiligen, dem 1. November, dem Wortursprung nach der Gedenktag „aller Heiligen“, gedenken wir unseren Verstorbenen. In dieser Jahreszeit, kurz vor Ankunft des ersten Bodenfrosts und einkehrendem Winter werden hierzulande die Gräber wieder winterfertig gemacht und mit Pflanzen, Gestecken und Seelenlichtern gestaltet.Doch nicht nur eine ansprechende Grabgestaltung sondern auch die Wahl der richtigen Erde spielt hierbei eine große Rolle. Viele Betreuer von Gräbern stellen sich die Frage ob man für die letzte Ruhestätte Graberde verwenden soll oder ob nicht ganz normale Erde ausreichend wäre?
Welche Vorteile bietet Graberde und worauf gilt es hier zu achten? Welche weiteren Dinge gibt es bei der Grabgestaltung im Herbst und Winter zu berücksichtigen?

Der folgende Beitrag unserer Gartenwelt-Rubrik beschäftigt sich mit diesen Themen.

Was ist das Besondere an Graberde?

Graberde zeichnet sich von normaler Blumenerde in erster Linie durch ihre sehr feine Struktur und dunkle, fast schwarze Färbung aus. Dieser Farbton entsteht aufgrund des hohen Schwarztorfanteils in dieser Erde. Dieser Torfgehalt sorgt nicht nur für ein gutes Pflanzenwachstum und eine Verbesserung des Humusgehaltes, sondern stellt auch eine hohe Wasserspeicherung sicher. Da Gräber im Regelfall nicht jeden Tag gepflegt und gewässert werden, benötigen sie eine Erde die über eine hohe Wasserspeicherfähigkeit verfügt damit die Bepflanzung auch über einen längeren Zeitraum hinaus nicht vertrocknet und längstmöglich ansehlich und frisch erscheint. Durch starke Regenfälle versickert das Wasser im Boden und tritt nicht über die Grabbegrenzungen hinaus. Graberde verhindert somit das Austrocknen des Bodens. Die in hochwertiger Graberde enthaltenen Nährstoffe sind auf typische Grabpflanzen bestens abgestimmt und verhelfen den Pflanzen zu idealem Wachstum. Unter ästhetischen Gesichtspunkten und aus Gründen der Pietät verleiht Graberde mit seiner dunklen Färbung dem Grab eine gleichmäßige und edle Optik und führt dazu das die Grabbepflanzung noch mehr zur Geltung kommt.
graberde 18l florissa

Einmal gestaltet und bepflanzt müssen folgende grundlegende Arbeiten an Gräbern durchgeführt werden:

  • Beim Nachsacken des Erdreichs muss von Zeit zu Zeit Erde umgehäuft werden
  • Regelmäßiges Nachharken und entfernen von Unkraut
  • In Trockenzeiten regelmäßiges Einwässern

Worauf gilt es bei der Grabgestaltung zu achten?

Die letzte Ruhestätte möchten wir zu Ehren unserer Verstorbenen würdevoll und gepflegt gestalten. Durch eine jahresezeitlich angepasste Grabgestaltung mit den entsprechenden Pflanzen können wir dies sicherstellen.

UNSER TIPP: Fertigen sie vor der Bepflanzug eine Skizze des Grabes an und zeichnen sie die gewünschten Pflanzen an der idealen Stelle ein.

graeser grabgestaltung
Eine typische Grabbepflanzung eines Doppelgrabes besteht aus drei unterschiedlichen Bereichen, die folgendermaßen aufgeteilt sind:
  • 60 Prozent Bodendecker
  • 25 Prozent Rahmenbepflanzung
  • 15 Prozent Wechselbepflanzung
  • In einem Reihengrab wiederum verhalten sich die Anteile:
  • 50 Prozent Bodendecker
  • 15 Prozent Rahmenpflanzen
  • mehr als 30 Prozent Wechselbepflanzung

Was genau versteht man unter Rahmenpflanzen?

Rahmenpflanzen dienen dazu die Bodendecker mit dem Grabstein optisch zu verbinden. Meist stehen sie am oberen Grabende, rechts oder links vom Grabstein. Um diesen entstandenen Rahmen zu gestalten verwendet man im Idealfall Gehölze wie:
wacholder
Wacholder
kiefer
Kiefer
eibe
Eibe
zypresse
Zypresse
Unser Tipp: Eine asymmetrische Bepflanzung mit nicht symmetrisch wirkenden Pflanzen helfen kleine Grabflächen optisch zu vergrößern. Eine Kombination aus Nadelgehölz und Laubgehölz direkt nebeneinander gepflanzt verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Die ideale Grabgestaltung im Herbst und Winter

In Vorbereitung auf Allerheiligen wird traditionell im Oktober die Winterbepflanzung der Gräber eingesetzt. Man verwendet hierfür Pflanzen die niedrige Temperaturen stand halten und leichten Frost bis zu minus zwei Grad ertragen können. Hier eignen sich besonders:
graeser
Gräser
echeverien
Echeverien
zyklamen
Zyklamen (Alpenveilchen)
erika
Erika
silberblatt
Silberblatt
chrysanthemen
Chrysanthemen

Grababdeckung im Winter

tannenzweige
Um das Grab vor Frost und Schnee zu schützen wird es ab der zweiten Novemberhälfte mit Tannenzweigen eingedeckt. Als optisch ansprechenden Grabschmuck verwendet man Kränze und Gestecke. Moose, verschiedene Zweige, Koniferengrün, Efeuzweige, Zapfen und getrocknete Fruchtstände eignen sich optimal um Gestecke oder Kränze zu fertigen.
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