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Tomatenanbau und Pflege

Tomaten aus eigenem Anbau

tomaten gruen und ausgereift

Kaum eine Gemüsepflanze erfreut sich in heimischen Gärten größerer Beliebtheit als die Tomate. Tomatensuppe, Tomatensugo, Mozarella und Tomaten, die Liste an Tomatenrezepten erscheint endlos. Am süßesten und saftigsten sind die roten Kugeln aber aus dem eigenen Garten, wo sie an der Sonne gereift und ganz natürlich und biologisch, ohne jegliche künstliche Düngemittel, gewachsen sind. So lecker sie auch schmecken, Tomaten können kleine Sorgenpflänzchen sein und benötigen somit für ein gesundes Wachstum eine optimale Pflege. Typische Tomaten-Krankheiten wie die Kraut- und Braunfäule machen ihnen ebenso zu schaffen wie eine falsche Wasserversorgung oder ein Mangel an Nährstoffen. Wir verraten in diesem Beitrag, worauf Du bei Deinen Tomaten achten solltest, damit diese prächtig wachsen und gedeihen – und natürlich hervorragend schmecken!

Zeitpunkt des Pflanzens und Standort

tomaten anpflanzen

Ab Mitte Mai ist der perfekte Zeitpunkt, um kleine Tomatenpflanzen einzusetzen. Dabei gibt es verschiedene Anbau-Varianten. Tomaten gefällt es sowohl in Kübeln und Töpfen als auch im Gewächs-/Tomatenhaus oder im Freien. Es empfiehlt sich Tomaten, die ins Freie gesetzt werden, langsam daran zu gewöhnen: Stelle die Pflanzen dafür zunächst nur an wärmeren Tagen an einen geschützten Außenplatz, bevor Du sie komplett in den Garten setzt. Wenn es dann so weit ist, wähle einen Standort, der nicht nur sonnig, sondern auch vor Wind und Regen geschützt ist. Tomaten lieben Wärme und ihre Früchte werden umso süßer umso mehr Sonnenstrahlen sie abbekommen.

Tomaten einpflanzen mit Angelika Ertl

Florissa Tipp

Tomatenkübel sollten mindestens ein Fassungsvermögen von 10 Liter besitzen und am Boden des Gefäßes Löcher zum Wasserablauf haben. Die jungen Tomatenpflanzen werden bis zu deren Blattansatz in die Erde eingesetzt.

Rankhilfen für Tomaten

Bei hochwachsenden Sorten können direkt bei der Pflanzung Stützhilfen miteingesetzt werden.

Es empfehlen sich Spiralstäbe aus Bambus, Aluminium, oder Metall.

Wurden die Stäbe auch im Vorjahr schon verwendet, werden sie mit hochprozentigem Alkohol abgewischt, um schädliche Krankheiten oder Pilzsporen vom Vorjahr zu entfernen.

rankhilfe fuer tomaten

Bio Tomatenerde

Um gesunde Tomatenpflanzen zu erhalten ist die Wahl der richtigen Erde ein wichtiger Faktor. Da Tomaten spezielle Bedürfnisse haben, werden sie in Tomaten- und Gemüseerde von Florissa Natürlich gepflanzt.

Die 100 % natürlichen Rohstoffe liefern die ideale Grundlage für ein gesundes Wachstum, aromatische Früchte und eine ertragreiche Ernte. Der enthaltene rein biologische Dünger versorgt die Pflanzen in den ersten 4 - 6 Wochen mit allen wichtigen Hauptnährstoffen.

Darüber hinaus zeichnet sich die Tomaten- und Gemüseerde durch eine stabile Struktur sowie ein hohes Aufnahmevermögen von Wärmestrahlen und Wasser aus, welche Tomaten unbedingt brauchen.

Tomaten Pflanzennachbarn - Setze auf gute Nachbarschaft

Unter Pflanzen gibt es, ähnlich wie bei uns Menschen, Nachbarn, mit denen sie sich besser und manche mit denen sie sich weniger gut verstehen. Pflanzen werden gerne in die Kategorien Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer eingeteilt, bestimmt dadurch wie viel Stickstoff sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Tomaten fallen unter die Starkzehrer und sollten somit am besten neben Schwachzehrer gesetzt werden. Diese Mischkulturen minimieren außerdem das Risiko für diverse Pflanzenkrankheiten. Daher sollten Tomaten am besten neben folgende Pflanzen gesetzt werden:

  • Petersilie
  • Zwiebel
  • Bohnen
  • Rettich
  • Kohl
  • Lauch oder
  • Sellerie

Studentenblumen neben Tomaten können zudem verhindern, dass diese von der Weißen Fliege befallen werden.

Tomaten richtig bewässern

Tomaten sind immer durstig. Sie haben viele Blätter und benötigen daher reichlich Wasser. Gieße sie jedoch lediglich am Fuß der Pflanzen, da nasse Blätter aufgrund des erhöhten Krankheitsrisikos vermieden werden sollten. Die Infektion mit der Braunfäule beispielsweise breitet sich verstärkt aus, wenn die Blätter der Tomaten feucht sind.

Nährstoffe für gesunde Tomaten

Während der Wachstumszeit weisen Pflanzen ein hohes Bedürfnis an Nährstoffen auf. Daher heißt es möglichst regelmäßig: Tomaten biologisch düngen. Für eine gesunde Ernte und köstliche Früchte solltest Du die Wachstumsphase ab Juni zum regelmäßigen Düngen nutzen.

Hierfür bietet sich ein stickstoffreicher Tomaten-Dünger an. Der FLORISSA Bio Flüssigdünger für Tomaten ist besonders praktisch in der Anwendung. Mithilfe der Dosierkappe wird genau die Menge, die für die Pflanzen benötigt wird entnommen.

Diese füllt man in eine Gießkanne, gibt Wasser hinzu und bringst den verdünnten Dünger in die Erde um die Tomaten herum aus. Die ideale Nährstoffzusammensetzung unterstützt das Wachstum der Pflanzen und das Aroma der Früchte.

Biologischer Spezialdünger

Wer granulierten Dünger bevorzugt, greift zum biologischen Spezialdünger für Tomaten. Dieser ist mit Mikroorganismen ausgestattet, die den Boden beleben und mithilfe von Mykorrhiza-Pilzen und Protozoen die Verfügbarkeit der Nährstoffe fördern. Streue den Tomatendünger bereits vor dem Einpflanzen in das Erdloch oder dünge die Tomaten regelmäßig zwischen März und September damit. Arbeite das nährstoffreiche Granulat mit einer Harke gleichmäßig in den Boden ein und bewässere diesen anschließend. So schwemmen die Nährstoffe in die gesamte Erde um die Wurzeln herum.

Tomatenpflege - Ausgeizen

Eine Gartenarbeit, die jeder Hobbygärtner bei seinen Tomaten durchführen sollte, ist das Ausgeizen. Tomaten bilden an allen Blattachseln sogenannte Geiztriebe aus. Wachsen diese ungehindert, entstehen lange, dichte Ranken. Die mangelhafte Belüftung verhindert das Trocknen, etwa nach Regen, und fördert damit die Bildung von Pilzen und Krankheiten. Zudem bildet die Pflanze so zu viele Früchte, die nicht genug Nährstoffe erhalten. Sie bleiben klein und reifen schlecht.

tomaten ausgeizen

Zwischen Juni und September heißt es daher:

regelmäßig ausgeizen. Alle Seitentriebe der Blattachseln werden entfernt und nur höchstens die Haupttriebe bleiben stehen.

Ausnahme:

Bei Busch- und Wildtomaten darfst Du eine Ausnahme machen: Je Pflanze können bis zu zwei Haupttriebe stehenbleiben.

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