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Boden

Der Nährboden des Lebens

Wenn man es genau nimmt, ist jedes Stück Erde, das wir bestellen, nur gepachtet – und zwar von Mutter Natur persönlich. Deshalb liegt es auch in der Verantwortung jedes einzelnen, es schonend, nachhaltig und wertvoll zu behandeln, sodass es lange gesund und fruchtbar bleibt. Der Boden lebt – er ist ein lebendiger Organismus mit eigenen Regeln, Systemen und Prinzipien. Ein tiefgreifendes Verständnis dafür und die Achtung dieser natürlichen Gesetze ist die Basis für mehr Bodengesundheit und erhält diesen Schatz für Generationen.

Bodenzusammensetzung – eine vielschichtige Angelegenheit

1. Mineralische Substanz

2. Organische Bestandteile

    - lebende, organische Substanz = Edaphon, Bodenlebewesen, Pflanzenwurzeln

    - abgestorbene, organische Substanz = Humus, zersetzte Bodentiere und Pflanzenteile

3. Wasser

4. Luft

Bodenfruchtbarkeit - das Potenzial ewigen Lebens

Gemeinsam mit sauberem Wasser und Luft zählt ein gesunder, fruchtbarer Boden zu den Grundvoraussetzungen unseres Lebens. Doch wie so oft gefährden mangelndes Wissen über das natürliche Gleichgewicht und die Unverhältnismäßigkeit zwischen Geben und Nehmen diesen Nährboden. Ausbeutung, kurzfristige Maßnahmen oder chemische Hilfsmittel können niemals nachhaltig sein und schaden der Fruchtbarkeit auf viele Jahre hin. Je näher wir also an der Natur sind und im Einklang mit ihr unsere Felder und Gärten bestellen, desto mehr Leben wird uns und unserem Boden zur Verfügung stehen.

So fördern Sie die Bodenfruchtbarkeit

  • ausschließlich ökologische Bewirtschaftung, keine Chemie!
  • ausreichende organische Düngung
  • standortgerechte Fruchtfolgen oder Mischkulturen
  • Einsatz von Bodenverbesserern
  • Grünbrache statt Schwarzbrache
  • bodenschonende Bearbeitungssysteme
  • geringere Bearbeitungsintensität
Lebendige Humus-Helfer

… in 1 Liter Boden

2 Regenwürmer, 14 Tausendfüßler, 6 Larven, Spinnen, Käfer,150 Milben, 200 Springschwänze, 50.000 Nematoden

 

... in 1 Fingerhut Boden

1.000 Einzeller, 100.000 Algen, 400.000 Pilze, 600.000 Bakterien

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